UBE IM VERGLEICH

Ube vs. Taro: die echten Unterschiede (Geschmack, Farbe, Verwendung)

Botanik, Farbe, Geschmack, Textur und Verwendung in der Küche: alles, was die lila Yamswurzel vom Taro unterscheidet – damit Sie die richtige Knolle wählen.

Violett gegen blasses Violett: Die Verwechslung von Ube und Taro ist vermutlich die häufigste in der gesamten asiatischen Küche. Auf Bubble-Tea-Karten, in Konditoreien und in den sozialen Medien werden die beiden Namen synonym verwendet – zu Unrecht. Denn auch wenn beide Knollen in den Desserts Südostasiens vorkommen, gehören sie weder zur selben Pflanzenfamilie, noch haben sie dieselbe Farbe oder denselben Geschmack. Ube (Dioscorea alata) ist eine tiefviolette Yamswurzel mit einem zarten Aroma von Vanille und Haselnuss und der Star der philippinischen Küche; Taro (Colocasia esculenta) ist eine grau-lavendelfarbene Wurzel mit neutralerem, stärkehaltigem Geschmack, die in China und auf Hawaii weit verbreitet ist. Bei Ubedia arbeiten wir ausschließlich mit Ube: 100 % lila Yamswurzel, ohne Zusätze, abgefüllt in Aix-en-Provence. In diesem Vergleich Ube vs. Taro gehen wir alles durch, was die beiden unterscheidet – Botanik, Farbe, Geschmack, Textur, Verwendung in der Küche und Verfügbarkeit in Deutschland –, damit Sie sie nie mehr verwechseln.

Ube und Taro: zwei ganz unterschiedliche Pflanzen

Beginnen wir mit der Botanik. Ube ist eine Yamswurzel, die Knolle einer Kletterpflanze aus der Familie der Dioscoreaceae, die vor allem in Südostasien angebaut wird – unsere Seite Was ist Ube? ist ihr vollständig gewidmet. Taro hingegen ist die Sprossknolle einer Pflanze aus der Familie der Araceae mit großen herzförmigen Blättern, die vor Jahrtausenden in Asien und im Pazifikraum kultiviert wurde. Es sind also weder dieselben Pflanzen, noch dieselben Pflanzenteile, noch dieselben Anbaugebiete.

Die Vergleichstabelle Ube vs. Taro

Kriterium Ube Taro
Botanischer Name Dioscorea alata (Yamswurzel) Colocasia esculenta (Sprossknolle)
Hauptverbreitung Philippinen, Südostasien Asien, Pazifik, Karibik
Farbe des Fruchtfleischs Tiefviolett und gleichmäßig Weiß-grau mit violetten Fasern durchzogen
Geschmack Mild, Noten von Vanille und Haselnuss Neutral, stärkehaltig, leicht nussig
Hauptverwendung Desserts und süße Getränke Herzhafte Gerichte und Desserts
Farbe in der Patisserie Von Natur aus violett Häufig künstlich violett gefärbt

Die Farbe: das natürliche Violett gehört der Ube

Das ist DER Punkt, der die Verwirrung stiftet. Die violetten „Taro“-Getränke der Bubble-Tea-Ketten verdanken ihre Farbe fast immer einem Farbstoff: Das Fruchtfleisch von Taro ist von Natur aus grauweiß. Ube dagegen ist reich an Anthocyanen, den violetten Pigmenten, die auch in Blaubeeren stecken – ihre spektakuläre Farbe ist zu 100 % natürlich. Wenn Sie also ein klares Violett ohne künstlichen Farbstoff für Kuchen, Lattes oder Eis suchen, führt der Weg zum Ube-Pulver. Und auch im Vergleich mit anderen farbstarken Superfoods hält Ube mit: Sehen Sie sich unsere Vergleiche Ube vs. Matcha und Ube vs. Açaí an.

Der Geschmack: vanillige Süße gegen dezente Stärke

Taro schmeckt zurückhaltend, ähnlich einer Wasserkastanie oder einer milden Kartoffel: Er dient meist als Texturgeber. Ube hat dagegen eine echte aromatische Persönlichkeit – natürliche Noten von Vanille und Haselnuss und eine fast konditorhafte Süße. Deshalb glänzt Ube in Desserts, in denen sie die Hauptrolle spielt: Ube Halaya, Eis, Cheesecakes. Taro begleitet eher Suppen, Schmorgerichte und Frittiertes in der chinesischen oder vietnamesischen Küche.

In der Küche: welche Knolle für welches Rezept?

Für ein herzhaftes Schmorgericht oder selbst gemachte Chips ist frischer Taro (im Asialaden erhältlich) eine gute Wahl. Für alles Süße – Lattes, Smoothies, Kuchen, Eis, Mochi, Crêpes – ist Ube unschlagbar, sowohl wegen der Farbe als auch wegen des Geschmacks. In Deutschland ist frische Ube praktisch nicht zu finden; Ube-Pulver ist die praktischste Lösung: Es lässt sich in wenigen Minuten rehydrieren und einfach dosieren. Unser Ratgeber Ube-Pulver verwenden versammelt 12 einfache Ideen für den Anfang.

Nährwerte: zwei Knollen, zwei Profile

Beide sind Quellen komplexer Kohlenhydrate und Ballaststoffe, wie es für Knollen typisch ist. Das Besondere an Ube sind ihre Anthocyane, die Pigmente, die für die violette Farbe verantwortlich sind und deutlich reichlicher vorkommen als in Taro. Die ausführlichen Nährwerte der lila Yamswurzel finden Sie auf unserer Seite Ube-Nährwerte.

Fazit: Ube oder Taro?

Wenn Sie zwischen Ube und Taro für Ihre süßen Kreationen geschwankt haben, ist die Sache klar: Ube liefert beides, das natürliche Violett und das feine Aroma, während Taro nur eine stärkehaltige Textur und eine künstliche Farbe beisteuert. Und um den Unterschied wirklich zu schmecken, gibt es nichts Besseres als ein Ube-Pulver aus 100 % lila Yamswurzel, ohne Zusätze, in Aix-en-Provence abgefüllt.

Lust auf echtes Violett? Entdecken Sie unser Ube-Pulver Natur 100 g für 12,90 € oder stöbern Sie durch alle Sorten im Ubedia Shop.