Ube (ausgesprochen „u-be“) ist eine tiefviolette Knolle, die seit Jahrhunderten auf den Philippinen angebaut wird. Häufig „lila Yamswurzel“ genannt, überzeugt sie durch ihre spektakuläre natürliche Farbe und ihren feinen Geschmack irgendwo zwischen Vanille und Haselnuss. Bei Ubedia arbeiten wir ausschließlich mit der Sorte Kinampay, die als die aromatischste gilt und in den Visayas angebaut wird, einem Archipel auf den mittleren Philippinen. Dieser komplette Ratgeber beantwortet alle Fragen, die Sie zu diesem lila Superfood haben könnten: was Ube genau ist, woher es kommt, wonach es schmeckt, wie Sie es von lila Süßkartoffel oder Taro unterscheiden und wie Sie es mühelos in Ihre Alltagsküche einbauen. Ob Sie Ube dank eines lila Latte aus den sozialen Netzwerken zum ersten Mal entdecken oder Ihr Wissen über diese philippinische Zutat vertiefen möchten – hier finden Sie alles Wesentliche für den Einstieg.
Ube, eine lila Yamswurzel von den Philippinen
Ube, botanisch Dioscorea alata, ist eine Yamsart aus dem tropischen Asien. Anders als die Kartoffel ist sie keine flache unterirdische Knolle, sondern eine lange Wurzel, die mehrere Kilo wiegen kann. Unter ihrer rauen braunen Schale verbirgt sich ein Fruchtfleisch von intensivem Violett, das nach dem Garen fast elektrisch leuchtet. Diese natürliche Farbe stammt von den Anthocyanen – denselben Pigmenten, die auch in Heidelbeeren und Rotkohl stecken.
Seit über tausend Jahren im gesamten philippinischen Archipel angebaut, nimmt Ube dort einen zentralen kulturellen Platz ein. Es steckt in zahlreichen traditionellen Zubereitungen wie Halaya (einer dicken Konfitüre), dem lila Speiseeis im Halo-Halo und den süßen Ube-Pandesal-Brötchen. Heute haben die natürliche Farbe und der einzigartige Geschmack von Ube die Knolle weltweit zum Star von lila Gebäck, Getränken und Bowls gemacht.
Die Sorte Kinampay, der Stolz der Visayas
Es gibt mehrere Ube-Sorten, doch die Sorte Kinampay gilt als die edelste. Sie wächst vor allem in den Visayas, insbesondere auf der Insel Bohol, wo sie zur Zutat mit Kulturerbe-Status geworden ist. Was Kinampay auszeichnet? Ein tieferes Violett, ein ausgeprägteres Aroma und ein bemerkenswertes Gleichgewicht aus natürlicher Süße, Vanillenoten und einem zart nussigen Abgang. Bei Ubedia haben wir uns für diese Sorte entschieden, weil sie als Pulver gemahlen einen reinen, sofort wiedererkennbaren Geschmack liefert.
Nach der Ernte werden die Knollen geschält, in Scheiben geschnitten, schonend getrocknet und anschließend fein gemahlen – so entsteht ein zu 100 % natürliches Pulver ohne Zusatzstoffe, ohne Farbstoffe und ohne Zuckerzusatz. Aus einem Kilo frischer Knollen entstehen etwa 100 g Pulver: Genau das macht Ube-Pulver so konzentriert in Farbe und Aroma.
Wonach schmeckt Ube?
Die häufigste Frage beim ersten Kontakt mit Ube ist einfach: „Wonach schmeckt es?“ Der Geschmack von Ube kommt einer feinen Mischung aus Vanille, Pistazie und milder Kokosnuss nahe. Manche nehmen auch eine Note von gerösteter Süßkartoffel wahr, mit einem beinahe blumigen Anklang. Ube selbst ist keine süße Zutat: Ube Natur enthält nur sehr wenig natürlichen Zucker und funktioniert in süßen Zubereitungen genauso gut wie in herzhaften Rezepten.
Einmal angerührt, wird die Textur seidig und leicht cremig. Genau deshalb macht sich Ube so gut in Lattes, Mousses, Eiscremes und Cheesecakes.
Ube, lila Süßkartoffel, Taro: Schluss mit der Verwechslung
Drei lila Zutaten werden ständig verwechselt, dabei teilen sie weder Geschmack noch Eigenschaften:
- Ube ist eine Yamswurzel (Dioscorea alata) mit vanilligem Geschmack und leuchtend violetter Farbe.
- Die lila Süßkartoffel (Okinawa oder Stokes Purple) gehört zu einer anderen botanischen Familie. Ihr Fruchtfleisch ist dichter und süßer, ihr Geschmack erinnert eher an Marone.
- Taro hat weißes, blass violett gesprenkeltes Fruchtfleisch, einen erdigeren Geschmack und deutlich weniger Süße.
Diese Unterscheidung ist wichtig: Wenn in einem philippinischen Rezept „Ube“ steht, ist immer Dioscorea alata gemeint und nichts anderes. Mehr dazu in unserem Ratgeber zu den Nährwerten und Vorzügen von Ube.
Was können Sie mit Ube-Pulver machen?
Ube-Pulver verwendet man wie ein aromatisches, färbendes Gewürz. Ein Teelöffel genügt, um einen ganzen Latte einzufärben; zwei Esslöffel verwandeln einen Pancake-Teig in ein lila Frühstück. Hier die gängigsten Anwendungen:
- Heiße oder eisgekühlte Getränke: Ube Latte, lila heiße Schokolade, Milchshakes.
- Smoothies und Bowls: kombiniert mit Banane, Mango oder Kokosnuss.
- Backen: lockere Kuchen, Cheesecakes, Cookies, süße Brötchen.
- Pancakes, Waffeln und Crêpes für einen farbenfrohen Brunch.
- Dessertcremes, Mousses, hausgemachte Eiscremes.
- Dekoration: über einen Cappuccino, einen Joghurt oder ein weißes Dessert stäuben.
Damit die Farbe nicht verblasst, verzichten Sie am besten auf sehr hohe Gartemperaturen. Mehr dazu in unserem Ratgeber mit 12 Anwendungen für Ube-Pulver.
Ist Ube ein Superfood?
Ube ist reich an Anthocyanen, jenen Pflanzenpigmenten, deren antioxidative Eigenschaften in der Familie der farbigen Knollen gut dokumentiert sind. Es enthält außerdem komplexe Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Kalium und Vitamin C. Das konzentrierte Pulver bewahrt den Großteil dieser Bestandteile nach dem schonenden Trocknen. Ohne daraus ein Wundermittel zu machen, lässt sich sagen: Ube fügt sich ganz selbstverständlich in eine abwechslungsreiche, pflanzenbetonte Ernährung ein. Gegenüber anderen angesagten Superfoods wie Matcha oder Açaí hat es den Vorteil des milderen Geschmacks, was den Einsatz in Alltagsrezepten erleichtert. Ausführlich behandeln wir das in unserem Vergleich Ube und Matcha.
Wo Sie Ube-Pulver kaufen können
Echtes Ube-Pulver zu finden, ist in Europa nach wie vor selten, und viele Produkte, die unter diesem Namen verkauft werden, sind in Wahrheit künstlich gefärbt, mit Süßkartoffel gestreckt oder arm an Aroma. Bei Ubedia bieten wir ausschließlich Pulver aus 100 % Kinampay an, ohne jeden Zusatz, in Größen vom 50-g-Entdeckungsbeutel bis zum 2,5-kg-Profiformat. Für den Einstieg ist unser Ube Natur 100 g die beliebteste Größe. Sie möchten lieber unsere Varianten mit Kirsche, Mango, Kokos, Vanille oder Haselnuss entdecken? Dann geht es hier entlang zu unserem gesamten Shop. Viel Freude beim Entdecken des lila Superfoods der Philippinen.
Alle unsere Ratgeber zum Vergleichen und Verstehen von Ube
- Ube und Matcha im Vergleich
- Ube und Açaí im Vergleich
- Ube und Taro im Vergleich
- Ube und lila Süßkartoffel im Vergleich
- Ube Kinampay: die Premium-Sorte aus den Visayas
- Die Geschichte von Ube: die Ursprünge des lila Superfoods
- Die natürliche lila Farbe von Ube: Woher kommt dieses Violett?
- Der Preis von Ube: Was kostet das lila Pulver?
- So wählen Sie Ihr Ube-Pulver: der komplette Ratgeber